P L A S T I K  - S K U L P T U R


Dieser Bereich umfasst verschiedene thematische Werkgruppen aus Keramik und Beton. Im Mittelpunkt steht die freie, experimentelle Auseinandersetzung mit Material, Form und Prozess.


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Werkgruppe: Grenzen

Gedanken zu Grenzen

Die Auseinandersetzung mit Grenzen begleitet meine Arbeit seit vielen Jahren. Grenzen erscheinen dabei nicht nur als geografische oder politische Linien, sondern auch als räumliche, körperliche und psychische Strukturen.

Sie können schützen oder trennen, Orientierung geben oder ausschließen. Auch das Verhältnis zum eigenen Körper, zur Umwelt und zu anderen Menschen ist von ihnen geprägt.

In meinen Arbeiten interessieren mich diese Übergänge – dort, wo Grenze nicht eindeutig ist, sondern sich als Zustand zwischen Offenheit und Begrenzung zeigt.


Grenzen - Installation im Rahmen des Projekts „25 Jahre Deutsche Einheit“

2015
Beton, Keramik, Stacheldraht, Spiegel, Porzellan
ca. 90 × 90 cm (Kugel), Installation variabel

Die Installation entstand im Rahmen eines Ausstellungsprojekts zu „25 Jahre Deutsche Einheit“ im Kulturhaus Zanders in Bergisch Gladbach, organisiert von der Stiftung Zanders in Zusammenarbeit mit dem Beethoven-Haus Bonn sowie internationalen Künstlerinnen und Künstlern der Galerie am Ursulakloster Köln.

 

 

Im Zentrum steht eine große Betonkugel als Symbol für die Erde, als begrenzter Raum. Ihre Oberfläche ist mit Stacheldraht umwickelt – als Zeichen von Grenze, Abgrenzung und Schutz zugleich.

 

Aus dieser Form tritt ein menschliche Figur hervor. Sie verweist auf das Leben innerhalb dieser Begrenzungen und auf das Spannungsfeld zwischen Schutz, Einschränkung und Verletzlichkeit.

 

Die Skulptur steht auf einer Spiegelfläche, die den Raum reflektiert und die Situation erweitert. Ergänzt wird die Arbeit durch kleine Porzellanboote, in denen das Motiv des Stacheldrahts aufgegriffen ist.

Die Installation versteht Grenze nicht nur als Trennung, sondern als ein vielschichtiges Prinzip, das Räume, Leben und Wahrnehmung formt und hinterfragt.


Die Geflüchteten

2009
Paperclay, Manganoxid, Glasur, 1080 °C, Holzsockel

Die Idee zu dieser Skulpturengruppe entstand 2009 auf einer Reise nach Nordfrankreich.

Die Figuren sind auf schützende, deckenartige Körperformen reduziert. Die Decke wird dabei zum zentralen Motiv – als Hülle, als Grenze, als Schutzraum zwischen Körper und Außenwelt.

Aus diesen verdichteten Körpern treten Gesichter hervor, die den Figuren eine individuelle Präsenz geben.

Die Arbeit bewegt sich zwischen Schutz und Ausgesetztsein, Nähe und Distanz, Körper und Hülle.


Einfassung

2019
Eisenhaltiger Ton, Wachs, Decals, Glasur, gebrannt bei 1080 °C (Elektroofen)
Keramik, Unikat

Die Arbeit entwickelt sich aus einer spiralförmig aufgebauten Tonstruktur, die sich um eine zentrale Form windet.

Aus dieser Bewegung heraus entsteht ein Gesicht, das teilweise vom Material umschlossen bleibt und teilweise daraus hervortritt.

An einzelnen Stellen ist die Oberfläche bewusst gebrochen und verformt. Diese Eingriffe erzeugen eine Spannung innerhalb der Form, die sichtbar bleibt und nicht geglättet wird.

Durch den Einsatz von Decals wird die Materialstruktur bildhaft überlagert und erweitert. So entsteht ein bewusster Kontrast zwischen Verletzung und Überlagerung, Struktur und Bild.

Eine weiße Glasur überzieht Teile der Oberfläche und bildet einen ruhigen Gegenpol zur raueren Tonstruktur. Auf dieser Fläche setzt ein feines florales Motiv eine zusätzliche bildhafte Ebene.

Die Arbeit bewegt sich zwischen Materialbewegung, Bruch und Überlagerung – zwischen Körper, Oberfläche und Zeichen.



Nähere Informationen sowie Preise teile ich Ihnen gerne auf Anfrage mit.

Nach Terminvereinbarung können Sie die Plastiken auch gerne im Original ansehen.

 

Die hier abgebildeten Werke stellen nur eine Auswahl der insgesamt von mir geschaffenen Arbeiten dar.